Hans-Ehrenberg-Platz: Vernünftige Planung und Bestandsaufnahme statt Schnellschüsse

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Hans-Ehrenberg-Platz

Die Diskussion, die aktuell von außerhalb ins Ehrenfeld getragen wird, zeigt: der Hans-Ehrenberg-Platz ist ein wichtiger Platz vor Ort. Deswegen gibt es seit einigen Monaten sowohl seitens des direkt gewählten Ehrenfelder Ratsmitgliedes Friedhelm Lueg (siehe Willy-Brandt-Platz 35 vom Oktober 2017) als auch seitens der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte erste Überlegungen dazu.

Darüber diskutierte der Vorstand der SPD Bochum-Ehrenfeld kürzlich. Dies fasste der Vorsitzende Jens Matheuszik wie folgt zusammen: "Die jetzt vorgelegten Ideen sind vielleicht punktuell sinnvoll, aber sicherlich nicht in der Gesamtheit." Er führt fort: "Klar: an dem Platz sollte etwas gemacht werden. Was jedoch möglich ist, kann nicht mal eben unüberlegt ohne Einbeziehung der Anwohner und der Expertise vor Ort entschieden werden."

Beispielsweise müsse die rechtliche Situation des Parkplatzes erst einmal geklärt werden. Wer sich im Ehrenfeld auskennt weiß, dass es auch wichtig ist, dass der Parkdruck auf das Ehrenfeld nicht erhöht wird. Das hat kürzlich auch die Anwohnerbefragung der Stadt gezeigt. Die Idee des Schräg-Parkens an der Hattinger Straße hat einen gewissen Charme. Ob dies jedoch durchführbar ist, muss geprüft werden. Schließlich nutzen weiter westlich Rettungstransportwagen des Bergmannsheils auch die zweite Fahrspur, so dass bei dem vorgeschlagenen Wegfall einer Fahrspur zu prüfen wäre, welche Auswirkungen das hätte – vielleicht sogar im Rahmen eines Pilotprojekts.

Besonders zu beachten sind die schützenswerten Interessen der Anlieger, in deren Wohnungen die Schlaf- und auch die Kinderzimmer oftmals Richtung Hans-Ehrenberg-Platz ausgerichtet sind. "Zusätzlicher Lärm durch eine Gastronomie ist hier unbedingt zu vemeiden", so Jens Matheuszik. Andererseits müssen auch die wirtschaftlichen Interessen der Gewerbetreibenden berücksichtigt werden. „Wir wollen ein lebendiges Ehrenfeld, in dem Wohnen und Arbeiten miteinander harmonieren“, führte Jens Matheuszik dazu aus.

Ebenfalls ist darauf zu achten, dass bei einer Umgestaltung des Parkplatzes neben dem Hans-Ehrenberg-Platz der Baumbestand möglichst erhalten bleibt. Eine „grüne Spiel- und Aufenthaltsoase“ oder gar ein neu einzurichtender „Bierpavillon“ und die damit verbundenen Maßnahmen sind eine Bedrohung für die bestehenden Bäume.

Außerdem, so die SPD Bochum-Ehrenfeld, ist es angebracht, die Situation der U-Bahn und der Haltestelle zu berücksichtigen. Hier bietet sich eine Chance, das große Areal für anderweitige Pläne zu nutzen, die sich mit der oberirdischen Gestaltung und Nutzung in Einklang bringen lassen - beispielsweise durch Kunstausstellungen.

Schlussendlich - und das ist sicherlich einer der wichtigsten Punkte - kann eine solche Entscheidung nicht ohne Beteiligung der Anwohner und der Gewerbetreibenden getroffen werden: "Diese wohnen und leben dort und deren Interessen fühlen wir uns verpflichtet. Daher ist vor so einschneidenden Maßnahmen eine Befragung der Anwohner und Gewerbetreibenden im Rahmen der Bürgerbeteiligung angezeigt", so Jens Matheuszik für die SPD Bochum-Ehrenfeld.

 
 

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